Begib dich zurück in eine Zeit, als Budapest Teil des Römischen Reiches war, und entdecke die Überreste von Aquincum – einst eine blühende Stadt mit Soldaten, Händlern und Mosaikkünstlern. Versteckt im Bezirk Óbuda des modernen Budapests bietet Aquincum einen seltenen und lohnenden Einblick in Ungarns römische Vergangenheit. Diesen Rundgang machst du selbstständig und besuchst dabei gut erhaltene Ruinen von großartigen Amphitheatern bis zu kunstvollen Mosaiken. Bist du an Geschichte interessiert oder nur neugierig? Wie dem auch sei, dieser zweistündige Bummel durch die Vergangenheit ist ein Kapitel deines Budapest-Abenteuers, das du nicht verpassen darfst.
Das Aquincum Museum: dein Ausgangspunkt
Bevor du dir die Ruinen im Freien anschaust, solltest du im Aquincum Museum beginnen. Darin findest du eindrucksvolle Artefakte wie Statuen, Schmuck, Werkzeuge und wunderschön rekonstruierte Modelle, die die antike Stadt zum Leben erwecken. Mit Geschichten und Hintergründen ist das Museum eine solide Grundlage für deinen Rundgang und vertieft deine Erfahrung im Freien. Unter anderem eine rekonstruierte Wasserorgel und ein Plan der zivilen Stadt öffnen dir das Tor zum Verständnis des römischen Aquincum.
Wenn du den Stadtplan und den römischen Alltag im Museum kennengelernt hast, werden dir die Ruinen, durch die du später spazierst, viel lebendiger erscheinen. Du siehst dann nicht nur Steinfundamente, sondern betrittst eine einst geschäftige Stadt, die der Ursprung Budapests war.
5 wichtige Sehenswürdigkeiten auf deinem zweistündigen Rundgang
1. Ziviles Amphitheater
Dieser Ort wurde einst für öffentliche Versammlungen und Aufführungen genutzt und hallte von Stimmen und Applaus wider. Obwohl kleiner als das nahe militärische Amphitheater war es als Ort der Unterhaltung Ausdruck des bürgerlichen Stolzes.
2. Öffentliche Bäder (Thermae Maiores)
Die Überreste der prächtigen Thermen verraten viel über die römischen Rituale von Reinlichkeit, Entspannung und Geselligkeit. Beachte die Heizsysteme, die Anordnung von Heiß- und Kaltbaderäumen sowie den ausgeklügelten Wasserfluss – ein wahres Wunderwerk römischer Ingenieurskunst.
3. Wohnhäuser
Schlendere durch die Mauerreste römischer Häuser, wo noch Mosaikböden zu sehen sind. Es handelte sich um Wohnräume, die den täglichen Rhythmus des römischen Lebens widerspiegeln – von Schlafquartieren bis zu begrünten Innenhöfen.
4. Mithräum
Dieser geheimnisvolle unterirdische Tempel war Mithras geweiht, einer persischen Gottheit, die von römischen Soldaten verehrt wurde. Als schattiger, heiliger Ort ist er einer der spirituelleren Bereiche dieser Ausgrabungsstätte und gibt einen Einblick in den privaten Glauben der Bewohner von Aquincum.
5. Forum und Basilika
Das gesellschaftliche und politische Herz von Aquincum. Hier versammelten sich die Bürger, um Handel zu treiben, Rechtsangelegenheiten zu regeln und Ankündigungen der Zivilverwaltung zu hören. Es war das Zentrum der römischen Ordnung und Wirtschaft – und heute deine letzte Station auf der Hauptstrecke des Rundgangs.
Jenseits der bedeutendsten Ruinen: verborgene Perlen und lokale Einblicke
Aquincum hat seine großen Attraktionen – aber der Zauber liegt oft in den stillen Ecken. Wenn du genau hinschaust, entdeckst du kleinere Altäre, Widmungsinschriften und Statuen, die zwischen den Steinen versteckt sind. Vielleicht fällt dein Blick sogar auf die verwitterten Überreste des römischen Aquädukts, der einst die Stadt mit Wasser versorgte.
Auch außerhalb von Aquincum zieht sich der römische Faden quer durch Budapest. Unter den Straßen verborgen, taucht er an unerwarteten Stellen auf. Einheimische weisen dich oft auf Überreste hin, die sich in aller Öffentlichkeit verstecken. Diese Mischung aus Alt und Neu ist eine der stillen Freuden Budapests.
Mache das Beste aus deinem Besuch in Aquincum – ganz nach deinen Vorstellungen
Dieser Rundgang auf eigene Faust gehört ganz dir: Du gehst in deinem eigenen Tempo, lässt aus, was dich nicht interessiert, und verweilst länger dort, wo es dir gefällt. Das ist das Schöne daran, wenn du selbstbestimmt unterwegs bist.
Anreise: Nimm die S-Bahn HÉV (Linie H5) vom Verdi Budapest Aquincum (zwei Gehminuten vom Hotel entfernt) und steige an der Haltestelle „Aquincum” aus. Von dort sind es nur wenige Schritte zum Museum.
Beste Zeit für einen Besuch in Aquincum: Ideal sind der Frühling und der Frühherbst – mildes Wetter, weniger Menschenmassen und die Ruinen fangen das Licht wunderschön ein. Versuche es morgens, dann ist weniger los und du kannst eine regelrecht meditative Erfahrung machen.
Was du mitbringen solltest: Bequeme Schuhe, eine Wasserflasche, Sonnenschutz und deine Neugier.
Möchtest du tiefer eintauchen? Wir beschreiben hier zwar einen Spaziergang auf eigene Faust, aber das Aquincum Museum bietet auch geführte Touren für Menschen an, die sich mehr Hintergrundinformationen wünschen.
Du willst in der Nähe übernachten? Vom Verdi Budapest Aquincum sind es nur ein paar Minuten zu den Ruinen. Hier laden wir dich ein, wie ein Einheimischer zu leben und dich dem Rhythmus des Viertels hinzugeben – und unser Budapester Hotel kennenzulernen.


